Meine Grundhaltungen

Veränderungen sind Lernchancen für die Organisation

Veränderungen haben immer schon mein Leben bestimmt – im Persönlichen wie im Beruflichen. Der Topos der Metamorphose hat mich lange fasziniert. Ich habe gelernt, dass Veränderungen als Chancen begriffen werden können, dass sie aber in jedem Fall eine Entscheidung fordern: sich dem Wandel stellen und weiter gehen, sich in den Wandel stellen und ihn mitgestalten oder aber sich verabschieden und versuchen, anderswo die Kontinuität wieder herzustellen – was am Ende vielleicht sogar die radikalste Veränderung ist.

Vielfalt schätzen und nutzen – mit Blick auf Ressourcen und Potenziale

In meiner Arbeit als Beraterin begegne ich vielen Menschen mit ihren Unterschiedlichkeiten, erlebe täglich auch verschiedenartige Haltungen zu Veränderungen. Entsprechend wichtig ist es mir, dies mit den Kunden zu reflektieren: die Rolle der Bewahrer nicht zu unterschätzen, die Uhr der Ungeduldigen nicht zum alleingültigen Maßstab zu nehmen. In Zeiten des Wandels zeigt sich die Qualität diverser Potenziale von Führungskräften: die Loyalität, mit der auch den Mitarbeitern gegenüber die Veränderung erläutert wird, der Gestaltungswille, mit dem zwischen den geplanten Projektpfaden und den Nöten der Mitarbeiter/-innen Brücken gebaut und Wege nachjustiert werden, aber auch der mitunter verborgene Widerstand, mit dem die Veränderung – auch gemeinsam mit den Mitarbeiter/-innen – von Beginn an unterlaufen wird.

Klar und wahr sprechen und arbeiten

„Ich wage es” – sprach der König nach langem Überlegen zu seinen Untertanen. „Wir verlassen unser Inselreich und hoffen auf einen neuen Anfang auf dem sicheren Festland.“ Und zum Hofnarren gewandt fuhr er vertrauensvoll fort: „Du hast uns auf neue Gleise des Nachdenkens geführt. Du hast neue Ideen und Visionen abseits von Furcht und alten Wegen kreiert. Du hast uns gemahnt, Chancen und Risiken zu bedenken und du hast uns die möglichen Konsequenzen unserer Handlungen aufgezeigt…“. Der Berater als Hofnarr – ein vielfach zitierter Topos: ich verstehe meine Aufgabe so, dass ich auch Finger in Wunden legen können muss, dass ich Tabus ansprechen darf – auf der Basis einer Grund-Empathie mit dem Kunden.

Mit der ganzen Person authentisch am Werk sein

Ich stelle mich dem Kundensystem mit vielen Sinnen zur Verfügung: denke dort, wo im System vielleicht mehr gefühlt wird, fühle dort, wo im System eher gedacht wird, höre zwischen den Zeilen und sehe mich gerne in Eingangsfoyers um. Die Summe hieraus, nämlich eine ganzheitliche Einschätzung, gehört dem Kunden.

Transparenz und Struktur bei der Arbeit und im Dialog

Häufig habe ich von Kunden gehört, dass sie meine Strukturiertheit schätzen. Sie ist mir wichtig, weil gerade in Angst auslösenden Veränderungsprozessen die Orientierung erhalten bleiben muss, sowohl in Projektstrukturen als auch in Gesprächen.

Tiefer Respekt und lebhaftes Interesse für den Anderen

Meines Erachtens ist das die Grundvoraussetzung für die Beratungsarbeit: jedes Handeln und jedes Unterlassen hat ein ernst zu nehmendes Motiv. Es gilt, es erst einmal anzunehmen und dann mit dem Vorfindlichen zu arbeiten, um es gemeinsam weiter entwickeln zu können.

Nachlese(n)

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Gabriele Übler